Johannes Hustedt - Ensembles - CDs - Presse
   

„Gestehe, dass ich glücklich bin“ –
Friedrich Schiller (ver)sucht das Glück

Eine musikalische Lesung zum 250. Geburtstag des Dichters

Luise Wunderlich (Stuttgart), Rezitation
Johannes Hustedt (Karlsruhe), Querflöten

Foto:
Peter Dietrich


„Selig, welchen die Götter, die gnädigen vor der Geburt schon liebten...“ – Doch diese Menschen sind selten. Und so tauchen in Schillers Theaterstücken und Balladen immer wieder Menschen auf, die das Schicksal herausfordern und das Glück wie Maria Stuart oder der Räuber Karl Moor mit Gewalt erzwingen wollen. Der Taucher will in der Meerestiefe „den köstlichen Preis erwerben“ und scheitert. König Polykrates hingegen fällt das Glück in einem solchen Maße in den Schoß, dass selbst der wohlgesonnene Freund erschrickt und flieht. Doch wie dem Schicksal entrinnen oder den eigenen inneren Mächten? Vielleicht so: „Willst du dich selber erkennen, so sieh, wie die andern es treiben/willst du die andern verstehen, blick in dein eigenes Herz“

Johannes Hustedt - Dozent an der Hochschule für Musik Karlsruhe - setzt den Schillerschen Heldinnen und Helden, den Gedanken zu Glück und Unglück, die Luise Wunderlich - bekannt als exzellente Rundfunksprecherin des SWR - zusammengestellt hat, Flötenmusik der Zeit entgegen: Im aufbrausenden Sturm und Drang und in empfindsamen bis klassischen Kompositionen von Johann Georg Tromlitz, Georg Abraham Schneider, Anton Stamitz, Franz Anton Hoffmeister und Johann Georg Wunderlich – sowie moderne Improvisationen, die unter die Haut gehen...

Schiller für die Ohren
Luise Wunderlich rezitierte die klassischen Texte so intensiv, dass die Worte und Bilder in den Köpfen der Besucher nachhalten. Dass Hustedt nicht nur ein ausgezeichneter Flötist sondern auch ein einfühlsamer musikalischer Interpret ist, bewies er mit der unkonventionellen Improvisation zu „Maria Stuart“.
Nordbayerischer Kurier

Luise Wunderlich
studierte Sprecherziehung an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst bei Prof. Ulrike Meier-Hillenbrandt.
Sie wirkte in vielen Programmen und Theaterstücken mit, wurde für ihre Rezitation Hölderlinscher Gedichte ausgezeichnet und war Stipendiatin der Hermann-Haake-Stiftung.
Sie ist Mitglied im Ensemble der Akademie für gesprochenes Wort, spricht für den SWR im Rundfunk und unterrichtet an der Musikhochschule Karlsruhe.
Darüber hinaus hat sie sich mit ihren Programmen "Verlier nicht den Kopf aus Liebe" und "Tango international" einen Namen gemacht durch ihre spezielle Art, Literatur und Musik zu verbinden. Engagements u. a. bei den Klosterfestspielen Weingarten, den Ludwigsburger Schlossfestspielen, den Calwer Hesse-Festspielen und den Haydn-Festspielen in Eisenstadt.

 

Von Teufelswurst und Honigseim -
die (Küchen-) Weisheiten des Wilhelm Busch

Luise Wunderlich, Rezitation
Johannes Hustedt, Querflöte - von Piccolo bis Bass

Luise Wunderlich, Dozentin an der Musikhochschule Karlsruhe und bekannt als exzellente Stimme aus den SWR-Nachrichten, hat zahlreiche seiner Weisheiten wieder aufgespürt und dabei, ausgehend von den kulinarischen Texten, die sich um Pfannkuchen und Salat, um Hühner, Braten, Brot, Schnaps und Sauerkraut ranken, auch einige lebenskluge Tier-, Liebes- und Spottgedichte in ihr Programm aufgenommen und zu einem reichhaltigen Menü komponiert.
Passend dazu serviert Johannes Hustedt mit seinen Querflöten von Piccolo bis Bass musikalische Variationen und freche Improvisationen von der Klassik bis heute.

 

Ein Wilhelm-Busch-Abend der Extraklasse.
Luise Wunderlich als blendend aufgelegte Rezitatorin und Johannes Hustedt mit verblüffenden Flötentönen machten alte Verse quicklebendig.

Stuttgarter Zeitung

Wilhelm Busch perfekt interpretiert
Luise Wunderlich und Johannes Hustedt erwiesen sich als Meister ihres Fachs.

Luise Wunderlich wusste alle Facetten der sprachlichen Feinheiten auszuleben, bestach durch perfekte Wortgewandtheit und schauspielerische Direktheit. Dazu präsentierte sich Johannes Hustedt, ein virtuoser Flötist, dessen Spiel sich genau der jeweiligen Wortsituation anpasste – quasi die musikalische Antwort auf das Textliche. Beide ergänzten sich ideal, da hätte er das Spielen aufhören können, und die Melodie wäre noch in ihren Worten nachgeklungen. Oder sie hätte die Zunge ruhen lassen und er den Text instrumental beendet.
Horst Wunner, Bayerische Rundschau

Diese beiden außergewöhnlichen Künstler verbindet...Literatur und Musik. Dabei ziehen die Akteure alle Register und legen dabei hervorragende Talente an den Tag, wobei sich beide Sparten aufs Schönste verzahnen. Da verschmelzen freche Improvisationen von Piccolo und Bass Hustedt's mit der sprachlich herausragenden Wunderlich, gleich ob mit starker, sanfter, dann wieder belehrender Stimme, je nachdem, welcher Tonfall sich gerade am besten eignet für die ausgewählten (Küchen-) Weisheiten; alles frei nach dem Motto Buschs: "Was beliebt, ist auch erlaubt."
Badische Neueste Nachrichten

So virtuos wie Johannes Hustedt seinen Querflöten die Töne entlockte, so meisterhaft jonglierte Luise Wunderlich mit den Texten von Wilhelm Busch. Die ausdrucksstarke Mimik und Gestik der wandlungsfähigen Künstlerin unterstrichen ihre Worte aufs Beste. Wenn Wunderlich und Hustedt einen Text mit Stimme und Flöte gemeinsam präsentierten, liefen sie zur Höchstform auf. Wunderlich und Hustedt ließen Buschs Dichtung derart lebendig werden, dass keine Sekunde lang Langeweile aufkam.
Peter Dietrich, Der Teckbote

Wenn sie von Fritz und Ferdinand, ... einem betrunkenen Bären oder der weiblichen Tugend, einen guten Sonntagsbraten auf den Tisch zu bringen, erzählt, dann erobert sie ihr Publikum im Sturm.
Ein mimisches Ausnahmetalent ist Luise Wunderlich beschieden, das sie mit entwaffnender Schnelligkeit alle Register ziehen, bei jedem Text im Handumdrehen die Seelenlage wechseln und dabei auch noch jede Menge Charme versprühen lässt.
Die Texte bilden mit den frechen, musikalischen Improvisationen von Piccolo bis Bass (Johannes Hustedt) eine gelungene Allianz. Der studierte Musikpädagoge und Flötist ... ist nicht nur ein begnadeter Flötenspieler, sondern erweist sich auch als ausgezeichneter Grenzgänger zwischen Improvisation und Interpretation.
Elke Seiler, Schwetzinger Zeitung


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