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Johannes Hustedt,
Karlsruhe - Flöte Das Zusammenspiel
von Jurgis Karnavicius und Johannes Hustedt, ihr Ausloten subtiler klanglicher
Möglichkeiten zwischen Klavier und Flöte wird von Rezensenten
immer wieder als ideal bezeichnet. Ihr Interesse gilt den Sonaten Johann
Sebastian Bachs als Ausgangspunkt für Exkursionen in die klassische
Moderne (Frank Martin, Henri Dutilleux). Ferner lassen sie Bezüge
zwischen Werken des französischen Impressionismus (Claude Debussy,
Albert Roussel) und neuer Baltischer Musik (Eduard Tubin, Peteris Vasks)
erlebbar werden. In
gleichen Werten denkend und lebend..., in idealem Ensemblespiel... Bei der Interpretation von Johann Sebastian Bachs Sonate h-moll (BWV 1030) eröffnete sich sehr präzise die Handschrift des Flötisten Johannes Hustedt, nahe verwandt dem Ausdruck des Künstlers J. Karnavicius – Kalligraphie, Intelligenz, Subtilität, das Zusammenwirken dieser drei Eigenschaften lässt alle diese Werte, die uns das Spiel der erklingenden Musik gibt, hörbar werden und ehrenvoll anerkennen. Die Kunst des talentierten Flötisten vervollkommnte die Musikalität und pianistische Individualität von Jurgis Karnavicius. Albert Roussels Suite, Eduard Tubins Sonate, Henri Dutilleux Sonatine... Oh, Flöte solo – Peteris Vasks „Landschaft mit Vögeln“. Wirklich weite Ausdrucks-Horizonte, schön ausgekostet. Das
Trio (Hustedt, Kalnenaite, Karnavicius) sollte sich weiterhin konzentriert
für gemeinsame Zukunftspläne einsetzen. Dies begründet
sich in der Übereinstimmung des Temperamentes und dem Begriff für
musikalischen Humor, sowie der Fähigkeit zu überzeugendem
Solospiel bei gleichzeitigem Eingehen auf die Partner und dem sich Versenken
in den Geist der Partituren. Jurgis Karnavicius,
Klavier, schloss 1980 das Klavierstudium bei seinem Vater Prof. J. Karnavicius
an der Litauischen Musikakademie ab. 1980-1983 Weiterbildung bei Prof.
L. Naumow am P. Tschaikowsky-Konservatorium Moskau. Seit 1981 Pädagoge
an der Litauischen Musikakademie; seit 1992 Dozent. 1978 erster Preis
und Sonderdiplom für die beste Interpretation der Werke von M.K.
Ciurlionis am 4. Internationalen M.K. Ciurlionis-Wettbewerb in Vilnius
(Litauen). 1981 Ehrendiplom am R. Schumann-Wettbewerb für Pianisten
in Zwickau (Deutschland) und 1989 am L. van Beethoven-Wettbewerb in
Wien. 1990 erster Preis am Young Keyboard Artists Association Wettbewerb
in Oberlin (USA) und 1991 Preisträger des Mavi Marcoz-Wettbewerbs
in Saint Vincent (Italien).
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