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Johannes Hustedt, Karlsruhe - Flöte
Jurgis Karnavicius, Vilnius - Klavier

Das Zusammenspiel von Jurgis Karnavicius und Johannes Hustedt, ihr Ausloten subtiler klanglicher Möglichkeiten zwischen Klavier und Flöte wird von Rezensenten immer wieder als ideal bezeichnet. Ihr Interesse gilt den Sonaten Johann Sebastian Bachs als Ausgangspunkt für Exkursionen in die klassische Moderne (Frank Martin, Henri Dutilleux). Ferner lassen sie Bezüge zwischen Werken des französischen Impressionismus (Claude Debussy, Albert Roussel) und neuer Baltischer Musik (Eduard Tubin, Peteris Vasks) erlebbar werden.
Mit der Sopranistin und Solistin des Litauischen Opern- und Ballett-Theaters, Sigute Stonyte, erweitern sie sich zum dem Trio-Programm "Jenseits der Worte..." mit Werken von Georg Friedrich Händel bis Gustav Mahler.
Das Repertoire für Flöte, Cello und Klavier von Joseph Haydn über Carl Maria von Weber bis Bohuslav Martinu interpretieren sie zusammen mit der litauischen Cellistin Ramute Kalnenaite.

In gleichen Werten denkend und lebend..., in idealem Ensemblespiel...
Wie sind die Worte des Rezensenten nur trocken: Wieder musste man nur hören, was wirklich geschah - beispielsweise im Largo e dolce oder dem glänzenden Presto Finale von Bachs Sonate h-moll.
Edmundas Gedgaudas in "Literaturas ir menas"

Bei der Interpretation von Johann Sebastian Bachs Sonate h-moll (BWV 1030) eröffnete sich sehr präzise die Handschrift des Flötisten Johannes Hustedt, nahe verwandt dem Ausdruck des Künstlers J. Karnavicius – Kalligraphie, Intelligenz, Subtilität, das Zusammenwirken dieser drei Eigenschaften lässt alle diese Werte, die uns das Spiel der erklingenden Musik gibt, hörbar werden und ehrenvoll anerkennen.
Vytaute Markeliuniene in „7 meno dienos“

Die Kunst des talentierten Flötisten vervollkommnte die Musikalität und pianistische Individualität von Jurgis Karnavicius. Albert Roussels Suite, Eduard Tubins Sonate, Henri Dutilleux Sonatine... Oh, Flöte solo – Peteris Vasks „Landschaft mit Vögeln“. Wirklich weite Ausdrucks-Horizonte, schön ausgekostet.
Besonders in Erinnerung geblieben, tat sich die „nördlich verschlossene“ Musik des Esten Eduard Tubin auf, die vielleicht zu still in die „goldenen Schatzkammer“ der Musik des 20. Jahrhunderts begleitet wurde.
Edmundas Gedgaudas in „Literatura ir menas“

Das Trio (Hustedt, Kalnenaite, Karnavicius) sollte sich weiterhin konzentriert für gemeinsame Zukunftspläne einsetzen. Dies begründet sich in der Übereinstimmung des Temperamentes und dem Begriff für musikalischen Humor, sowie der Fähigkeit zu überzeugendem Solospiel bei gleichzeitigem Eingehen auf die Partner und dem sich Versenken in den Geist der Partituren.
Vytaute Markeliuniene in "7 meno dienos"

Jurgis Karnavicius, Klavier, schloss 1980 das Klavierstudium bei seinem Vater Prof. J. Karnavicius an der Litauischen Musikakademie ab. 1980-1983 Weiterbildung bei Prof. L. Naumow am P. Tschaikowsky-Konservatorium Moskau. Seit 1981 Pädagoge an der Litauischen Musikakademie; seit 1992 Dozent. 1978 erster Preis und Sonderdiplom für die beste Interpretation der Werke von M.K. Ciurlionis am 4. Internationalen M.K. Ciurlionis-Wettbewerb in Vilnius (Litauen). 1981 Ehrendiplom am R. Schumann-Wettbewerb für Pianisten in Zwickau (Deutschland) und 1989 am L. van Beethoven-Wettbewerb in Wien. 1990 erster Preis am Young Keyboard Artists Association Wettbewerb in Oberlin (USA) und 1991 Preisträger des Mavi Marcoz-Wettbewerbs in Saint Vincent (Italien).
Jurgis Karnavicius tritt als Solist und mit verschiedenen Orchestern auf, er ist ständiger Konzertpartner seiner Ehefrau, der Opernsolistin Sigute Stonyte. Konzerttourneen in viele Länder Europas und in die USA. Sein Repertoire umfasst Konzerte von W.A. Mozart, L. van Beethoven, R. Schumann, J. Brahms, Klavierwerke von F. Chopin, F. Liszt, C. Debussy, A. Schönberg, A. Skrjabin, S. Prokofjew sowie Kammermusik von W.A. Mozart, R. Schumann, J. Brahms, C. Franck, G. Fauré, R. Strauss, P. Hindemith und O. Messiaen.


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